Werbung auf Webseiten abschalten
und andere Erweiterungen zum Firefox

 

 

 Einleitung überspringen

 

 

 

Weg mit dem Werbemüll..

Wer sich nicht an ständig aufgehenden Werbefenstern stört oder schlimmer noch, an tönenden Animationen, kann die folgende Abhandlung überspringen. Sie ärgern sich nicht, dass ständig irgendwelche Spam-Hinterlassenschaften in der Rubrik Cookies u. Co. zurück bleiben, die dann von Abwehrprogrammen wie Ad-Aware regelmäßig bemeckert werden? Das ist alles unwichtig? Ich schlage einen kleinen Ausflug zu einer Zeitungsseite vor, die ungemein bild-et, einem beliebten Testobjekt. Da gibt es viele lecker Cookies und noch mehr Werbung. Solche Mengen, dass es auch Hartgesottene ein wenig abschreckt. Doch etwas Interesse an einer Lösung?

Hier ist etwas für die Leidensgenossen, die von der heutigen Werbesituation die Nase voll haben. In den Anfängen des Internets fand ich die gelegentlich aufgehenden Werbungen noch recht amüsant und freute mich über die Vielfalt der bunten Möglichkeiten. Es kam jedoch, wie es kommen musste. Einmal vom Markt erkannt, etablierte sich die Internet- Werbung als neuartiger Erlösbringer und wurde bis hin zur Illegalität von einer unübersehbaren Anzahl von willigen Web-Programmierern aufgebohrt. Wenn man ständig mit Überdosen bestimmter Substanzen attackiert wird, kann eine Allergie entstehen. So geht es auch mit mental zu verarbeitenden Stoffen. Ist man ständig zu vielen hilflos ausgeliefert, baut sich allmählich ein gewisser Zorn gegen diese Art der Manipulation auf.

 

adblock_kombi_6.jpg

Vorher und nachher:
obere Hälfte = Webseite mit vollständiger Werbung
untere Hälfte = Werbung mit Firefox und AdBlock abgeschaltet

Das folgende Bild zeigt die Ergebnisseite der kostenlosen Software AD- Aware, die Ausspäh-Hinterlassenschaften auf dem PC aufspürte. Nach wenigen Besuchsminuten und Klicks auf der Homepage einer bildenden Zeitung hatten sich diverse Tracking-Cookies ungefragt eingenistet. Der Internet Explorer macht´s möglich. Mit Firefox und den 3 vorgeschlagenen Erweiterungen wäre das nicht passiert, der PC bleibt sauber. Ad-Aware wird dann ziemlich überflüssig.

 

 ad_aware

Nachweis mit Ad-Aware: eingeschleuste Tracking-Cookies

 

Mit den Möglichkeiten des Browsers Firefox kam die Erlösung. Offensichtlich ärgerten sich auch einige Softwareentwickler über die Penetranz der Werbefuzzies und sannen auf Abhilfe. Zuerst gab es einfache Pop Up Blocker, inzwischen Bestandteil fast jeden Browsers. Doch die Programmierer der Werbebranche sind ideenreich und abgebrüht. Immer neuere Tricks kamen zur Anwendung, wobei ein wesentlicher Anteil mit der Programmsprache Java, nämlich als Java-Scripts, erstellt wurden. Das macht die Sache komplizierter, weil sich auch "gute" Anwendungen dieser Möglichkeit bedienen, z. B. das verbreitete Home Banking. Trotzdem schaffte es die Abwehr-Allianz wirksame Lösungen zu schaffen, die sich gegenseitig ergänzen. Mit den Erweiterungen Adblock plus und NoScript für Firefox ist es mit der Werbung und der ständigen Ausspähung durch spezielle Server dieser Branche weitgehend vorbei.

Ich bedanke mich noch einmal an dieser Stelle bei den Autoren der genialen Freeware. Da die Entwickler vorwiegend im angelsächsischen Bereich zu Hause sind, werden sie diesen heimischen Dank nicht ohne weiteres sehen. Ich revanchiere mich also im Sinne der Autoren auf eine andere Art und stelle ihre Programme in einer möglichst übersichtlichen und praktischen Form vor. Nach kurzer Zeit wird man die kleinen Nützlinge nicht mehr missen wollen.

Eine interessante Ergänzung zu dieser Abhandlung erschien am 26.10.2006 in den sehr informativen Internetseiten von www.pc-welt.de. Unter dem Begriff "Sicherheit" wurden speziell für den neuen Firefox die Erweiterungen vorgestellt, die auf unseren Seiten bereits Anfang des Jahres empfohlen wurden. Die Installation macht PC-Welt einfach, da die notwendigen Programme auf dem eigenen Server vorgehalten werden. Zu dem kompletten PC-Welt Artikel geht es hier.
Die Redaktion von PC-Welt ist insofern zu loben, als dass sie ein Werkzeug vorstellt, mit dessen Wirksamkeit die eigene Basis gefährdet werden könnte: die eigene überreichlich angebotene Werbung. Dieser Grund führt bei vielen PC-Magazinen dazu, dass man sich zu der verblüffenden Wirksamkeit von Adblock und NoScript gern etwas bedeckter hält.

 

 

Installationsschritte

 

Wenn noch nicht vorhanden: Installation des neusten Firefox

Nach dem Anklicken der Ladeadresse hier kann die deutsche Fassung des Firefox 2.0 sofort heruntergeladen und installiert werden. In wenigen Sekunden ist nach der Bestätigung der Standardparameter die Installation erledigt, der Browser fährt hoch und fragt, ob künftig Firefox als Standardbrowser genutzt werden soll. Diese Frage sollte bejaht werden. Wer einmal Firefox nutzte, schickt den Internet Explorer bis auf wenige Ausnahmesituationen auf das Rententeil.

Eine grundsätzliche Neuerung, die Firefox anbietet, ist die Rechtschreibhilfe. Diese arbeitet hervorragend und sollte unbedingt installiert werden. Dann das deutsche Wörterbuch laden und diese Hilfe klinkt sich automatisch in Feldern ein, wo Texteingaben gemacht werden können, z. B. Bestellseiten oder Foren. Mögliche Schreibfehler werden direkt nach der Eingabe angezeigt.

Die Funktion zum Einbinden solcher Erweiterungen wurde erheblich vereinfacht. Die Installation ist kinderleicht und benötigt keine umständlichen Handhabungen. Gewünschte Erweiterung suchen, anklicken auf "installieren" und fertig. Die winzigen Dateien werden blitzschnell heruntergeladen und automatisch installiert, wenn man die Sicherheit vorher bestätigt hat. Auf Mozilla-Seiten kann man vertrauen, da es sich um die offiziellen Firefox-Seiten handelt. Erweiterungen, oder auch neudeutsch "Add-ons", werden im Firefox unter Extras, Add-ons angezeigt, wenn die Installation erfolgreich verlief. Hier ist die entsprechende Maske mit den auf meinem PC installierten Erweiterungen:

Nicht nur die Installation dieser Erweiterungen ist jetzt wesentlich einfacher. Auch die künftige Aktualisierung funktioniert zumindest bei den hier abgebildeten Erweiterungen automatisch. Wenn neue Versionen vorliegen, bietet Firefox die Aktualisierung an. Bestätigen und die Sache ist in Sekunden erledigt. Für die Betriebssicherheit hat man bei Firefox jetzt eine automatische Verträglichkeitsprüfung für die angeboteten Erweiterungen eingeführt. Damit wird verhindert, dass inkompatibel programmierte Zusatzprogramme den Firefox zum Absturz bringen. Erweiterungen, die diesen Test nicht bestehen, sollte man nicht installieren.

 

Doch zunächst sollen meine favorisierten Erweiterungen beschrieben werden:

Nützling Nr. 1: Adblock Plus

Adblock ist der erste Sperriegel zwischen der Werbung und deren Zielgruppe, dem PC-Nutzer. Adblock blockiert, wie schon der Name sagt, unerwünschte Zugaben und Abfragen bestimmter Werbeserver. Die Web-Produkte der sich in ständiger Bewegung befindlichen Werbeszene werden beobachtet und das Ergebnis in ein spezielles Filter für Adblock eingepflegt. Dieses Filter, vergleichbar mit der Signatur eines Virenscanners, sollte immer auf dem neusten Stand gehalten werden. Wie gesagt, die Werbefuzzies schlafen nicht. Zur automatischen Anpassung gibt es die Erweiterung Filterset-Updater.

Installation von Adblock Plus:

Zunächst muß man die aktuelle Variante im Internet finden. Die oben abgebildete Maske Add-ons hat einen Link mit der Beschriftung "Erweiterungen herunterladen" . Nach dem Anklicken öffnet sich die in Englisch gehaltene Seite von Mozilla. Einfacher ist es, die deutsche Seite von Mozilla aufzusuchen. Dort ist die aktuelle Fassung = hier Direktlink .

Installation von Filtersets

Adblock Plus ist eine Erweiterung, die ohne den Zusatz eines Filterset nicht vernünftig funktioniert. Dieses Filterset ist quasi der kleine Bruder von Adblock und kann ebenfalls als Erweiterung heruntergeladen werden. Der "Adblock Filterset.G Updater" wurde von mir bisher empfohlen, ist jedoch zu Adblock Plus nicht besonders kompatibel und langsam, d. h. Firefox wird ausgebremst. Statt dessen wird Cedrics Liste empfohlen, die hier nebst anderen Listen zu finden ist und mit dem Anklicken von "abonnieren" automatisch installiert wird. Sind Adblock und ein wirksames Filterset installiert, hat die Werbung auf dem PC nahezu vollständig Hausverbot.

Nach der Installation von Adblock Plus geht in der neuen Version ein Fenster auf, in dem die Installation besagten Filters im direkten Durchgang möglich ist. Hat man diese Chance verschlafen, kann nachträglich nach meiner Installationshilfe vorgegangen werden. Viele Wege führen nach Rom, so ist es auch beim Firefox.

 

Beispiel eines Filter-Abonnements:

Diese Maske geht zum Abbonement eines Filters auf.
Markierte Funktionen sollten als Standard angehakt werden.

 

In den wenigsten Fällen kann es sinnvoll sein, selbst Hand anzulegen, um die Plagegeister auf den Lieblingsseiten los zu werden. Die Prozedur ist jedoch simpel. Mit der rechten Maustaste eine hartknäckige Werbung anklicken. Es bietet sich im aufgehenden Fenster "Adblock Plus Grafik blockieren" an, dieses anklicken. Im nächsten Fenster erscheint eine Zeile mit der Adresse des ungeliebten Bildes. Wird jetzt diese Adresse mit OK bestätigt, ist künftig nur dieses eine Bild gesperrt. Der Verdacht liegt jedoch nahe, dass auf dem Werbeserver unter dem angezeigten Verzeichnis noch viele weitere Werbebilder installiert sind, die man auch gern sperren würde. Hinter dem letzten Schrägstrich / kann als Wildcard ein Sternchen * eingegeben werden. Damit wird dann der gesamte Inhalt des Unterverzeichnisses gesperrt, in dem sich die Werbebildchen befinden.

Ein neuer Seitenaufruf zeigt, ob man erfolgreich war und trotzdem alle gewollten Inhalte noch gezeigt werden. Wenn nicht, geht man mit der rechten Maustaste auf den kleinen Schriftzug Adblock unten rechts im Browserfenster. Preferences anklicken und dann im großen Textfeld des Filters nach unten scrollen. Dort ist der neuste Sperreintrag, der sich markieren und löschen lässt. Dann ist wieder alles beim Alten.

 

Nützling NoScript

Eine Antwort auf die fast auf jeder Webseite aktiven Java-Scripts, die leider auch destruktive Funktionen beinhalten können, ist die intelligente Erweiterung mit dem Namen NoScript. Erst mit dieser Erweiterung ist eine angepasste Freund-Feind Behandlung, entsprechend der aufgerufenen Webseite, möglich. Denn es ist unbedingt zu gewährleisten, dass Ihre Lieblingseiten erstens uneingeschränkt funktionieren und zweitens auch alles für einen Wichtige ohne jeden Abstrich abgebildet wird. Warum sind solche Unterscheidungen notwendig? Weil Java-Scripts umfangreiche Programmierungen ermöglichen, die im Falle des einfachen Unterdrückens Fehler verursachen können. Denken Sie dabei an die sichere Bearbeitung Ihrer Konten per Internet Banking oder an die bei fast jedem Internet Anbieter vorhandenen Bestellformulare. Meistens "beschweren" sich solche Seiten, wenn auf Ihrer Seite die Script-Funktion abgeschaltet ist und bitten um die Aktivierung. NoScript macht die Aktivierung mit einem Klick möglich. Doch erst einmal kümmern wir uns um die Installation von NoScript.

Installation NoScript

Wie die technische Handhabung der Installation einer Erweiterung funktioniert, wurde ja bereits erklärt. Also auf die richtige Seite gehen und für den Firefox NoScript hier installieren und fertig.

 

Ab sofort ist bei einigen Seiten eine Veränderung feststellbar. Die positive: eine weitere Portion unerwünschter Dinge ist nicht mehr zu sehen und viele Seiten öffnen sich ohne Scripts schneller. Jedoch für Seiten, die man bevorzugt besucht oder die für die volle Funktionsfähigkeit die Ausführbarkeit von Java-Scripts benötigen, kann die Script-Funktion entweder temporär oder generell freigeschaltet werden. Beim Klick auf das Noscript-Symbol geht ein Menüfenster auf, in dem alle zur aktuellen Seite gehörigen Scripts aufgezeigt werden:

Geöffnetes NoScript-Fenster

Sie können jetzt entscheiden, ob Sie temporär, das heißt nur für die eine Sitzung die Scripts zulassen, oder generell, also jedes Mal, wenn die Seiten dieses Anbieters aufgerufen werden. Die generelle Variante ist für ihre Lieblingsseiten oder auch Bankenseiten zu empfehlen, damit Sie nicht bei jedem erneuten Aufruf des E-Bankings diese freischalten müssen.

Zusätzlich lässt sich NoScript mit weiteren Grundeinstellungen akribisch anpassen. Allerdings sind die nach der Installation voreingestellten Werte gut verwendbar. Hier gilt, probieren geht über studieren. Also ruhig mal den einen oder anderen Wert testweise anpassen.

NoScript, erweiterte Einstellungen zur Anpassung:

Die Grundeinstellungen von NoScript haben sich jedoch bewährt.

 

Im ersten Moment mag das alles kompliziert klingen. Ist es aber nicht, wenn man sich nur ein ganz klein wenig eingearbeitet hat. Dann wird die Sache ein Riesenspaß und man will die beschriebenen Erweiterungs-Tools nicht mehr missen. Computerexperten in meinem Bekanntenkreis bezeichnen diese als die nützlichsten Zusätze des Firefox.
Die Werbebranche wird natürlich nicht zustimmen und diese Applikationen lieber im Höllenfeuer schmoren sehen. Andererseits hat sie selbst Schuld an diesen Abwehrmitteln, weil ein völlig überzogener Werbewust und Angriffe auf die persönlichen Userdaten zur Erschaffung solcher Abwehrtools führte.

Ich wünsche allen mit dieser Anleitung ein angenehmeres und ab sofort werbefreies Surfen.

 

Kleine Ergänzung um weitere Nützlinge zum Firefox:

3 zusätzliche Erweiterungen haben sich aus der Unmenge angebotener Add-ons auf meinem PC durchgesetzt. Es handelt sich um Littlefox, Aging Tabs und Fasterfox. Die folgenden Links bieten die direkte Lademöglichkeit der genannten Add-ons

Littlefox zaubert eine verkleinerte Bedienungsoberfläche herbei, ohne dass die Lesbarkeit beeinflusst wird. Die Oberfläche zur Anzeige der Webseiten wird größer. Der Link führt zur Softwareseite der Zeitung Chip. Bitte die Bemerkungen zur Einbindung der Java-Datei auf dieser Seite unbedingt beachten. Zuerst muss die gepackte Datei entpackt werden und anschließend unter Add-ons, Themes in das Fenster gezogen werden, in dem sich bereits das Firefox 2.0 "default theme" befindet. Wenn dieses Manöver geglückt ist, werden die alten Einstellungen automatisch ersetzt.

Aging Tabs ermöglicht die automatische Farbveränderung von länger nicht benutzten Tabs. Noch nützlicher ist dabei, dass die Orientierung bei mehreren geöffneten Tabs leichter fällt. Der geöffnete Tab kann mit einer eigenen Farbe markiert werden und ist somit ohne Sucherei sofort zu orten.

Fasterfox vermindert die Ladezeiten der Webseiten.

 

Bildbeispiel zu Littlefox und Aging Tabs:

littlefox

 Gut lesbar: die kleineren Symbolleisten (Littlefox)
Geöffneter Tab gelb, "verfallener" Tab dunkel (Aging Tabs)

 

Eine zusätzliche Einrichtungsbeschreibung  dieser Erweiterungen spare ich mir. Die Geschmäcker in Sachen Farbgebung sind verschieden. Für den geöffneten Tab habe ich wegen Unaufdringlichkeit und bester Lesbarkeit das zarte Gelb gewählt.

 

Meine Aging Tabs Einstellung:

einstllg

Mehr habe ich zur Anpassung von Aging Tabs nicht eingestellt.

 

Mit dem Firefox tüchtig Gas geben:

Eine Erweiterung, die auch bei einer 6000-er DSL Verbindung noch etwas herausholen kann, ist Fasterfox. Dieses Tool ermöglicht das vorausschauende Laden von Webseiten, die sich bei einer geöffneten Seite hinter den Links verbergen. Zusätzlich ist eine Optimierung der Netzwerkfunktionen möglich. Die Einstellung ist denkbar einfach. Den Menüpunkt "Turbo" anklicken und das wars. Danch kann man, wenn man möchte, mit dem Punkt "Angepasst" diverse Einstellungen zusätzlich manuell verändern. Allerdings ist das nach meiner Erfahrung kaum notwendig.

 

Fasterfox Einstellungen

fasterfox

Fasterfox: umfangreiche Einstellungen möglich, aber "Turbo" genügt.

 

Wenn man die Vielzahl von Erweiterungen studiert, die für den Firefox existieren, wird einem fast schwindelig. In diesem Zusammenhang möchte ich davor warnen, den Firefox mit solchen zu überladen. Manche Exoten sind nicht sehr stabil und es ist der Geschwindigkeit vom Firefox nicht förderlich, wenn man zig zusätzliche Hilfsprogramme rödeln lässt. Ein kritischer und vorsichtiger Anwender installiert nur das, was er unbedingt braucht. Wenig ist auch hier mehr.

Gustav Grewe im Januar 2007

 

 

 

 

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